Symbol für den Standort: In den Augsburger Innovationsbogen ziehen die ersten Mieter ein

Der Innovationsbogen ist das Herzstück des Augsburger Innovationsparks, der die Wirtschaftsregion wettbewerbsfähig halten soll. (Foto: Walter Beteiligungen und Immobilien AG)
Der Innovationsbogen ist das Herzstück des Augsburger Innovationsparks, der die Wirtschaftsregion wettbewerbsfähig halten soll. (Foto: Walter Beteiligungen und Immobilien AG)
Der Innovationsbogen ist das Herzstück des Augsburger Innovationsparks, der die Wirtschaftsregion wettbewerbsfähig halten soll. (Foto: Walter Beteiligungen und Immobilien AG)
Der Innovationsbogen ist das Herzstück des Augsburger Innovationsparks, der die Wirtschaftsregion wettbewerbsfähig halten soll. (Foto: Walter Beteiligungen und Immobilien AG)
Der Innovationsbogen ist das Herzstück des Augsburger Innovationsparks, der die Wirtschaftsregion wettbewerbsfähig halten soll. (Foto: Walter Beteiligungen und Immobilien AG)

Eine aufgehende Sonne soll das Gebäude des Architekten Hadi Teherani symbolisieren. Im Augsburger Innovationspark, südlich der Universität und unweit der Arena des FCA, befindet sich das architektonisch anspruchsvolle Bauwerk kurz vor der Fertigstellung: Der Innovationsbogen – 145 Meter lang, halbrund, begrüntes Dach und mit einer Fassade aus recyceltem Aluminium. Er soll nicht weniger sein als ein modernes Wahrzeichen der Stadt und Symbol für den Wandel der Arbeitswelt am Standort Augsburg. Forschungseinrichtungen, IT-Unternehmen, Agenturen und Kanzleien werden demnächst die Büros im Innovationsbogen beziehen. Augsburg, seit jeher von der Produktion geprägt, setzt vermehrt auf Digitales und Dienstleistungen, so die Botschaft.

Das Prestigeprojekt errichtet und verwaltet die Firma Walter Beteiligungen und Immobilien AG. Das Interesse potentieller Mieter sei „unverändert groß”, sagt Jürgen Kolper, Vorstandsmitglied der Walter AG. „Wir führen das zum einen auf die spektakuläre Architektur zurück. Zum anderen kommen aber auch die Flexibilität bei der Flächengestaltung und die wegweisenden Technologien bei Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehr gut an.” Neben einer Dachbegrünung wird der Innovationsbogen über Photovoltaikanlagen verfügen und die Wärme- und Kälteversorgung soll über eine Wärmepumpe mit eigenem Grundwasserbrunnen erfolgen. Die Begrünung des Daches dient gleichzeitig als Speicher für Regenwasser und auf jeder der sechs Etagen befinden sich zwei Dachterrassen. Es gibt 70-E-Ladeplätze, die Fahrradparkplätze in der Tiefgarage sind durch eine eigene Rampe erreichbar, damit sich Radfahrer und Autos nicht in die Quere kommen.

Innovationsbogen: 15.000 Quadratmeter Mietfläche auf sechs Geschossen

Auf sechs Geschossen stellt der 50 Millionen Euro teure Komplex insgesamt mehr als 15.000 Quadratmeter Mietfläche zur Verfügung. 40 Prozent der Flächen seien bereits vermietet, erläutert Kolper. Ziel sei eine Komplettauslastung im Jahr 2025. In den kommenden Wochen ziehen die ersten Mieter ein, eine internationale Werbeagentur und eine IT-Firma. Im September will zudem die Augsburger Kanzlei „Scheidle & Partner” einziehen. Dies hatten die Rechtsanwaltsgesellschaft und die Walter AG Anfang März bekanntgegeben. Matthias Seiler, Partner der Kanzlei Scheidle, sagt, der Innovationsbogen sei eine perfekte Immobilie. Die Augsburger Kanzlei wird im vierten Stock des Bürokomplexes eine Fläche von annähernd 1500 Quadratmetern beziehen.

„Für uns schließt sich mit dem neuen Standort gewissermaßen der 'Kreis zum Bogen', der sich als Symbiose aus herausragender internationaler Architektur und maximaler Flexibilität präsentiert”, formuliert Sebastian Bachmann, ebenfalls Partner der Kanzlei. Man freue sich darauf, „Teil dieses zukunftsweisenden Prestigeprojektes zu sein”. Die Kanzlei gibt dafür sogar ihren bisherigen Innenstadt-Standort auf und zieht mit 22 Rechtsanwälten und Steuerberatern sowie 40 weiteren Mitarbeitern um.

Den Innovationspark hat Augsburg als Sondergebiet für Forschung und Entwicklung ausgewiesen. Das Fraunhofer-Institut ist angesiedelt, ebenso das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. „Innovation Campus” nennt Walter die 130.000 Quadratmeter Flächen im Innovationspark, die das Unternehmen entwickelt. Gleich gegenüber dem Innovationsbogen liegt der „Walter Technology Campus”. Unternehmen und Forschung sollen auf dem gesamten Areal des Innovationsparks auch räumlich zueinander finden. Und: wer sich dort ansiedelt, profitiert zudem von der Nähe zur Universität und damit auch zu künftigen Arbeitskräften.


Von Janina Funk

Redakteurin Augsburg-Redaktion

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